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24.02.2026
11:23 Uhr
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Skodas RS-Linien sind weniger sportlich, als sie klingen, dafür aber top ausgestattet und sehr alltagstauglich. Wir testen den Elroq RS im tiefsten Winter.

Der Elroq gehört seit seinem Verkaufsstart zu den beliebtesten und daher meistverkauften Elektroautos in Deutschland. Im Test der Redaktion überzeugte der Elroq 85 meinen Kollegen Martin mit einer ausgeglichenen Art, die niemand nervt. Da er keine klaren Schwächen hat, braucht er auch keine einmaligen Stärken, um die Herzen (oder Brieftaschen) der Deutschen zu öffnen. Die Artikel zu Elroq 85 und Elroq 50 stießen auf so großes Interesse, dass wir uns vornahmen, noch weitere Varianten des für Sie offenbar sehr interessanten Modells zu testen. Da ich in der Redaktion die Powersports-Fahne hochhalte, war ich für den Elroq RS.
Um es gleich vorher zu sagen: Obwohl RS bei Skoda für "Rallye Sport" steht und das Kürzel auf die Rennprototypen der Siebzigerjahre zurückgeht, verkaufen die Tschechen unter der RS-Plakette eine Top-Ausstattung mit nur dezentem Sportbezug. Der Elroq RS punktet also nicht mit Sport, dazu ist er auch viel zu schwabbelig, sondern mit Allradantrieb, großem Augmented Reality Head-up-Display, Top-Leistung und einem prallen Ausstattungspaket. Skodas Petr Šulc von der technischen Entwicklung sagte es klar: "Wir wollen unsere Autos nicht als reine Sportwagen bauen." Stattdessen sollen sie alltagstauglich bleiben, dabei aber eine große Schippe Ausstattung und eine kleine Prise Spaß extra bieten. Das ist beim Elroq wieder gut gelungen. Siehe auch: Martins Kauf eines Skoda Enyaq RS als Alltags-Familienkutsche.
Wir testeten den Elroq RS im kältesten und darum trotz überschaubarer Niederschläge laut Deutschem Wetterdienst auch schneereichsten Januar seit 16 Jahren. Während es bei Komfort und Performance keine Klagen gab, machte sich das Wetter natürlich im Verbrauch bemerkbar. Bei der Kälte stieg er erheblich, wahrscheinlich vor allem durch die Batterieheizung. Die Autobahn-Ladeetappe von 10 bis 80 Prozent SoC lag bei -5°C auf trockener Fahrbahn damit unter 200 km. Gut, dass die maximale Ladeleistung bei 187 kW lag.